Android-Konsole Ouya legt ein starkes Debüt hin

Die Android-Konsole Ouya kommt nach gewaltigem Erfolg auf Kickstarter endlich auf den Markt. Neben ausverkauften Händlern ist der Start auch von unschönen Berichten begleitet.

Erfolgsgeschichte Android-Konsole

Die Ouya begann als ein kleines Projekt auf Kickstarter, das große Begeisterung weckte. 8.5 Millionen US-Dollar investierten Nutzer der Crowdfunding-Seite in die Android-Konsole und brachten damit die Ouya weit über ihr gestecktes Ziel hinaus. Das Android-Gerät bringt Mobile Gaming auf den großen Bildschirm bringen, aber zu noch deutlich mehr in der Lage sein. Größer als ihr technologisches Konzept ist jedoch der Traum hinter der Ouya: eine auf Android-basierte Open-Source-Konsole, auf der freie und unabhängige Spieleentwicklung möglich ist. Im Gegensatz zur proprietären Konsole soll die Ouya nicht an einen Hersteller oder die Limitierungen einer Distributionsplattform gebunden sein, sondern Spieler ebenso wie Entwicklern freie Möglichkeiten bieten. Dieses Konzept ging nach Monaten der Entwicklung am Dienstag, den 25. Juni, endlich für den amerikanischen Markt an den Start. Nach ersten Berichten ist die Android-Konsole bei Amazon und Gamestop komplett ausverkauft und ihr kommerzieller Erfolg klar und deutlich. Im Hintergrund werden jedoch gleichzeitig einige negative Stimmen zum Release laut.

Die Leistung der Ouya

Die Ouya ist definitiv das, was auf Kickstarter über sie versprochen wurde. Es handelt sich um eine Android-Konsole für 99 US-Dollar und weiteren 49 US-Dollar für den dazugehörigen Controller. Sie ist ein kaum 8 Zentimeter großer Würfel mit abgerundeter Unterseite und dem Power-Button in Form des Ouya-Logos auf der schwarzen Oberseite. Unten verbaut die Android-Konsole Eingänge für HDMI, USB, microUSB und LAN. Hinzukommt ein Anschluss für das Stromkabel und ein integriertes WLAN-Modul. Sie verwendet einen Tegra 3 Prozessor von nVidia mit 1.7 GigaHertz und schneidet damit bei Benchmark-Tests relativ gut ab. Nicht so stark wie aktuelle High-End-Smartphones und -Tablets, aber deutlich besser als die meisten Geräte auf dem Markt. Kritische Stimmen erntet die Android-Konsole für ihre Funktionalität und Bedienbarkeit. Die Erkennung von externer Hardware, sowie anderer Controller als dem Ouya-Original bereitet dem Gerät laut mehrerer Berichte erhebliche Probleme. Ein längerfristiger Support für die Ouya ist garantiert und aktuell sieht es so aus, als ob die Konsole einige Updates nötig hat, bevor sie einwandfrei funktioniert.

Große Träume, harte Fakten

Während der Release der Android-Konsole ein großer Erfolg ist, treten einige unschöne Aspekte zutage. Es gibt immer noch eine Vielzahl von Nutzern, welche das Projekt auf Kickstarter unterstützt haben, aber weiterhin auf ihre Konsole warten. Eine Lieferung vor dem offiziellen Verkaufsstart gehörte zu den versprochenen Boni, doch das Unternehmen hinter dem Kickstarter-Projekt scheint erhebliche Probleme mit der Auslieferung zu haben. Auch über die Auswahl der Spiele auf der Ouya macht sich eine gewisse Unbegeisterung breit. Neben einer Bibliothek an Game-Apps aus Google Play bietet die Android-Konsole hauptsächlich Emulatoren für nostalgische Konsolen wie den N64 und SNES. Der große Traum von der unabhängigen Spieleentwicklung lässt zurzeit noch auf sich warten.