Battlefield 4 bald ohne Bugs und Probleme?

Battlefield 4: kein DLC bis BF4 nicht grundsätzlich funktioniert. Probleme und Bugs.

Battlefield 4 hat einen guten Start hingelegt. Die Verkaufszahlen sehen gut aus, das Interesse am Shooter mit großen, zerstörbaren Maps und spannenden Fahrzeugen ist ungebrochen. Wenn da nicht die gravierenden, technischen Probleme wären. Massenweise Probleme mit Logins und Bugs treiben den Spielspaß in den Keller, doch Electronic Arts gelobt Besserung mit einem klaren Statement: kein DLC bis BF4 nicht grundsätzlich funktioniert.

Erst Bugfixes, dann Erweiterungen?

EA scheint mit Battlefield 4 nicht ganz den Fuß in die Tür zu bekommen. Obwohl das Spiel über weite Strecken wirklich gute Kritiken erhalten hat, auch was es die neue Levolution Mechanik der einzelnen Karten angeht, ist der FPS von Problemen geplagt. Namentlich handelt es sich dabei um gravierende Login-Fehler, die erhebliche Teile der Spielerschaft seit dem Launch daran gehindert haben die Multiplayer-Komponente von BF4 zu nutzen. Bei einem auf Multiplayer fokussierten Shooter wie Battlefield eine unangenehme Situation. Electronic Arts und das Entwicklerstudio DICE versprachen schnellstmöglich einen Bugfix, der die Probleme beheben soll.

Stattdessen kam die Veröffentlichung von BF4 auf den Next-Gen-Konsolen und die Login-Probleme wuchsen zum Desaster an. Nun ist Electronic Arts mit der Aussage an die Presse getreten, dass alle Hebel in Bewegung gesetzt werden, um die aktuelle Situation aus der Welt zu schaffen. In diesem Versprechen sich voll und ganz auf Bugfixing zu konzentrieren, versprichen der Publisher und Entwickler zudem, keine Erweiterungen oder zusätzlichen DLC zu Battlefield 4 zu veröffentlichen, bis der FPS für alle Spieler voll funktionsfähig ist. Einen schalen Nachgeschmack bekommt die Aussage nur durch den Umstand, dass das DLC-Pack China Rising am Vortag erschien. Derselbe Tag, an dem ein angekündigter Patch hätte die gröbsten Login-Fehler beheben sollen, aber verschoben wurde.

Eine verschenkte Gelegenheit vs. Call of Duty

Dass die Server- und Login-Probleme eines internationalen Multiplayer-FPS sich nicht über Nacht beheben lassen, steht außer Frage. Die aktuelle Situation ist für Electronic Arts und Dice jedoch nicht nur peinlich, sondern auch allzu ärgerlich. Mit dem Start der neuen Konsolengeneration und der Konkurrenz von Call of Duty Ghosts im Nacken, ist der Multiplayer auf eine saubere Performance angewiesen, um nicht auf der Strecke zu bleiben. Das Versprechen sich voll und ganz auf die vorhandenen Probleme zu konzentrieren, anstatt kostenpflichtigen DLC zu produzieren, hört sich zwar im Nachhinein nach einem noblen Versprechen an, bekommt jedoch einen Tag nach der Veröffentlichung des ersten Erweiterungspakets einen hohlen Klang.

Statt eines angekündigten Patchs liefern EA und DICE mehr kostenpflichtigen Content für ein derzeit nur eingeschränkt funktionsfähiges Spiel. Es lässt sich in Frage stellen, wo genau die Prioritäten der Unternehmen liegen. Es kommt hinzu, dass Battlefield momentan die ideale Gelegenheit hätte, um gegenüber Call of Duty alteingesessene Spieler und Erstlinge der neuen Konsolen zu überzeugen. Stattdessen zeigt sich der Multiplayer nur begrenzt funktional und gibt, gerade unter diesen Umständen, Spielern einen guten Grund zur Konkurrenz zu wechseln. Es bleibt zu hoffen, dass die Aufmerksamkeit der Entwickler ab jetzt tatsächlich im Bereich Bugfixing liegt und nicht in profitablere Bereiche abwandert.