Beyond: Two Souls – Personen & Musik

Welche Personen spielen im Game Beyond Two Souls eine Rolle? Gute Musik begleitet die Protagonisten durch den Psycho Thriller.

Große Erwartungen gingen der Veröffentlichung von David Cages neuester Spieleentwicklung für die PlayStation voraus.

Beyond sollte mehr den Kopf der Spieler ansprechen als die Finger. Das Spiel sollte emotional mitreißen und viele Entscheidungen dem Spieler überlassen. Das ist nur teilweise gelungen. Beeindruckend sind vor allem die Gestik und Mimik in nie da gewesener Echtheit. Als Myterie-Thriller ist trotz überflüssiger Action eine gelungene Story herausgekommen.

Sprünge durch die Zeit

In dem Psycho-Thriller steuert man Jodie Holmes durch 15 Jahre ihres Lebens. Spiel-Designer David Cage hat die Geschichte nicht chronologisch angelegt, sondern führt einen durch verschiedene Zeiten und man erlebt Jodie mal als Kind, als Jugendliche oder als junge Frau. Jodie hat eine Besonderheit an sich, denn seit ihrer Geburt ist sie mit dem mächtigen Geistwesen Aiden verknüpft. Die CIA erfährt früh von Jodies übermenschlichen Fähigkeiten und so wächst sie in einem Forschungslabor auf. Von Gleichaltrigen wird sie als Freak gemobbt.
Aiden hat enorme Kräfte, die besonders in Kampfszenen zum Einsatz kommen, aber auch Jodie teilt ganz gut aus, als sie zum Kampfeinsatz nach Somalia geschickt wird. Auch aggressive Geister machen Jodie das Leben schwer und sorgen für gruselige Momente. So springt man von Kapitel zu Kapitel durch die Zeit und erst nach und nach entsteht ein klares Bild von Jodies Leben und Charakter.

Lebendige Mimik, aber wenig Entscheidungsfreiheit

Mit Heavy Rain machte sich die französische Spieleschmiede Quantic Dream 2010 einen Namen. Für Beyond: Two Souls engagierte man die Schauspieler Ellen Page für die Rolle der Jodie und Willem Darfoe als Wissenschaftler Nathan Dawkins. Sämtliche Spielszenen wurden aufwendig in digitale Bilder umgesetzt, wodurch eine beeindruckend reale Gestik und Mimik geschaffen wurde. Die versprochene spielerische Freiheit enttäuscht allerdings. Zwar kann man zwischen Jodie und Aiden wechseln, man entscheidet, ob Jodie den Fernseher einschaltet oder auf der Party ein Bier trinken darf, aber wirklichen Einfluss auf den Fortgang der Ereignisse hat man als Spieler nicht.

Mit Aiden kann man durch Wände hindurchschweben und Besitz von anderen ergreifen und sie gegen die eigenen Leute steuern oder Hindernisse ausräumen lassen. Im Kampf ist er übermächtig und kann auch Jodies Wunden heile. Die Action-Szenen verlieren deshalb an Reiz, da Jodie letzten Endes überhaupt nicht verlieren kann. Handlungsfreiheit gibt es nur wenig und ist vom Skript bestimmt. Immerhin hat man als Spieler oft die Wahl zwischen verschiedenen Möglichkeiten und kann entscheiden, ob man aggressiv oder passiv reagiert, ob Jodie die Wahrheit sagt oder lügt. Die eigentlichen Stärken des Spiels liegen daher eher in den Alltagsszenen als in den actionreicheren. Laut David Cage soll es 24 verschiedene Schlussmöglichkeiten geben.

Beeindruckende Protagonisten und gute Musik

Als Mystery-Thriller ist das Spiel gelungen, lediglich die Action-Szenen wirken fehl am Platz. Die versprochene Handlungsfreiheit ist eher spärlich ausgefallen, aber die beeindruckende Lebendigkeit der Figuren und die gelungene Musikuntermalung machen vieles wett. Das Spiel ist nur für die PlayStation zu haben und kostet 69,- Euro. Man kann zwischen englischer Original-Tonspur und der exzellent gelungenen deutschen Version wechseln. Per zweitem Gamepad oder Mobiltelefon lässt es sich auch zu zweit spielen.