Call of Duty – häufig gelobt, oft zensiert

Eigentlich sollte der Trailer für die neueste Ausgabe von Call of Duty erst am Sonntag, den 4. Mai 2014 veröffentlicht werden.

Doch irgendwie kam er bereits vorher ins Internet und so twitterten die Macher bereits am Freitag Morgen: „Das war für Sonntag geplant, aber es ist gerade durchgesickert, warum also warten?“ Auf der offiziellen Internetseite ließ man aber dennoch den Timer weiterlaufen, der für Sonntag eine „neue Ära“ für Call of Duty ankündigte.

Kevin Spacey als moderner Diktator

In dem Trailer zu Call of Duty: Advanced Warfare sieht man ein bekanntes Gesicht. Kevin Spacey erklärt in einem Monolog, dass die Menschen keine Demokratie brauchen. Sie bräuchten Regeln und Grenzen und Schutz. Klar, dass er in dieser Rolle derjenige ist, der dies bieten kann. Zuvor deuteten die Macher bereits auf Twitter an, worum es diesmal geht. So fragten sie „Was geschieht, wenn der Höchstbietende die nächste Supermacht der Welt würde?“ Bis zum Release werden allerdings noch einige Monate vergehen. Geplant ist die Veröffentlichung für den 4. November 2014. Auf welchen Plattformen Call of Duty: Advanced Warfare spielbar sein wird, ist noch nicht bekannt.

Jedes Jahr ein neuer Teil

Der erste Teil der Spieleserie kam bereits 2003 auf den Markt. Call of Duty: Advanced Warfare ist bereits der elfte Teil. Es ist mittlerweile Tradition, dass jährlich ein neuer Titel erscheint. Um zukünftig die Qualität noch verbessern zu können sollen die Entwicklerteams von Infinity Ward, Treyarch und Sledgehammer jeweils im Dreijahreszyklus neue Teile entwerfen, so dass jedes Team drei Jahre Zeit hat. Der Erfolg spricht für sich. Bereits mit dem fünften Teil hatten die Entwickler 2009 über 3 Milliarden Dollar eingenommen. Während die Spielereihe mehrfach als Game of the Year ausgezeichnet und von Computerzeitschriften für ihre überzeugende Atmosphäre gelobt wurden, gab es in Deutschland immer wieder Einschränkungen wegen verfassungsfeindlicher Symbole und der Altersbeschränkung.

Probleme mit ethischen Grundsätzen

Die ersten Spiele waren im zweiten Weltkrieg angesiedelt. Deshalb mussten Hakenkreuze und Propagandamaterialien verändert oder entfernt werden. Auch andere Dinge gingen den Deutschen zu weit, wie etwa die Punktevergabe für das Erschießen von Gegnern, das Zerschießen von Zombies und die Aufforderung, Kriegsgefangene zu töten. Die ungekürzte Fassung von Call of Duty: World at War kam 2009 gar auf den Index. Auch in Call of Duty: Modern Warfare 2 musste für Deutschland und Japan eine Änderung des Originals vorgenommen werden. Bei einem Anschlag auf einem Flughafen gilt die Mission in beiden Ländern als gescheitert, wenn man Zivilisten erschießt. In Russland musste die Originalversion sogar aufgrund der Proteste ganz zurückgerufen werden. Bei Call of Duty Black Ops 2 versetzte man die Handlung in das Jahr 2025. Hierdurch konnten dann Probleme mit historischen Empfindlichkeiten vermieden werden.
Call of Duty: Advanced Warfare spielt offenbar ebenfalls in einer fiktiven Welt. PC-Spieler werden vermutlich wieder nicht die Gelegenheit haben, sich selbst einen Eindruck von dem Spiel zu machen. Bisherige Versionen gab es für die Xbox, Playstation und Wii.