Gamer Netbook Ratgeber (2011): Welche Netbooks sind für Spiele geeignet?

Foto: Asus

Netbooks & Gaming – passt das zusammen? Auf den ersten Blick sicherlich kaum, denn schließlich sind aktuelle PC-Spiele i.d.R. ziemlich anspruchsvoll, was die Hardware-Voraussetzungen angeht. Auf der anderen Seite sind Netbooks genau das Gegenteil von High End, denn hierbei geht es zunächst einmal um Mobilität zum kleinen Preis. Ein unüberwindbarer Widerspruch?

Es ist nicht jedes dieser Mini-Notebooks gleichermaßen (un)tauglich für PC-Games. Aber man sollte beim Kauf ziemlich genau hinschauen, welche Hardware sich im Netbook verbirgt, wenn man hin und wieder mal ein Spielchen wagen möchte.

Gamer Netbooks vs. Normalo-Netbooks

Der ganz überwiegende Teil aller Netbooks am Markt wird heutzutage mit Intel Atom Prozessoren und Windows 7 ausgeliefert. Eher selten sind die Betriebssysteme Windows XP und Linux. Von den Atom-CPUs gibt es diverse Ausführungen (Seriennummern wie N450 usw.), die sich ein wenig in ihrer Taktfrequenz unterscheiden, was praktisch allerdings kaum ins Gewicht fällt, da sich sämtliche Modelle auf vergleichsweise niedrigem Niveau bewegen. Mit ausgewachsenen Laptops oder gar Desktop-Systemen mit aktuellen Prozessoren können die Atoms allesamt nicht mithalten.


Gamer-Netbooks: Auf die Grafik kommt es an

Was in der Netbook-Spiele-Praxis noch mehr ins Gewicht fällt, sind die Grafikchips. Meistens handelt es sich um integrierte Intel Chips, die keinen eigenen Arbeitsspeicher besitzen. Das sorgt dafür, dass 3D-Spiele wenn überhaupt, dann nur ruckelig laufen (Raten unter 10 fps sind keine Seltenheit). Deshalb gilt: Standard-Atom-Netbooks taugen höchstens für ganz anspruchslose PC-Spiele, Klassiker, die schon etliche Jahre auf dem Buckel haben, oder Browsergames. Aber auch dafür gibt es ja eine große Zielgruppe.

Soll es zumindest möglich sein, mal ein 3 Jahre altes Adventure oder Actionspiel, das man billig inder Grabbelkiste gefunden hat, oder eine der Gratis-Beilagen der Spielemagazin, zu spielen, sollte man entweder ein Atom-Netbook mit zusätzlicher nVidia ION 2 Grafikkarte (512 MB RAM) kaufen, oder aber eines der Netbooks mit AMDs neuen Fusion Prozessoren. Letztere kombinieren Stromsparsamkeit mit relativ großer Grafikleistung, und das zu recht niedrigen Preisen, sind am Markt aber bislang kaum vertreten (Stand Juni 2011). Aber das wird sich ändern. Die erste Fusion-Generation besteht aus den Modellen C-50 und E-350, wobei letztere leistungsfähiger, erstere stromsparender sind. Weiterer Vorteil dieser Lösungen: Auch HD-Videos können ohne viel Ruckelei wiedergegeben werden. Hier mal ein Beispielvideo, was zeigt, wieviel Leistung in einem C-50 Netbook steckt (ab Minute 7 sieht man, wie Counterstrike durchaus spielbar läuft):

Was noch am Gaming Netbook wichtig sein könnte, ist das Display: Die typische Auflösung beträgt 1024×600 Pixel. Einige Netbooks bieten aber schon mehr, z.B. 1366 x 768 Pixel, sind damit also sogar HD reay, was aber auf dem üblichen kleinen 10 Zoll Display nicht unbedingt Vorteile bringt, sondern eher, wenn man einen großen Bildschirm anschließt. Trotzdem sicherlich nice to have.