Games for Windows Live vorerst doch nicht zuende

Microsoft will Games for Windows Live offensichtlich vorerst doch nicht einstellen. Doch ein Ende kündigt sich an.

Microsoft hat bekannt gegeben seinen Steam-Konkurrenten „Games for Windows Live“ vorerst nicht einstellen zu wollen. Allerdings ist ein Ende des Dienstes absehbar.

Bereits seit dem letzten Jahr gibt es immer wieder Gerüchte, dass Microsoft seinen Dienst „Games for Windows Live“ einstellen wird. Grund dafür soll vor allem der übermächtige Marktführer Steam sein, der nicht nur auf mehr Betriebssystemen verfügbar ist, sondern auch mehr Spielehersteller hinter sich hat. Am 1. Juli sollte die Spieleplattform eingestellt werden, sodass Spieler nicht mehr ihre Spiele herunterladen können. Tatsächlich wurde aber nur der PC-Marketplace geschlossen, was mit dem Wegfall der Microsoft-Points zu tun hatte.

Viele Entwickler wechseln derzeit zu Steam

Viele Entwickler verstanden die Kommunikation von Microsoft nicht, sodass sie so schnell wie möglich mit ihren eigenen Spielen zu anderen Plattformen umzogen. Die angebliche Abschaltung sorgte dafür, dass Arkham Asylum, Arkham City, Super Street Fighter 4, Ms. Splosion Man, Warhammer 40k: Dawn of War 2 und Namco Bandai zu Steamworks umgezogen sind. Der Support von „Games for Windows Live“, so betonte Microsoft, wird jedoch erhalten bleiben. Nutzer können den Client für das Netzwerk weiterhin herunterladen und auf diese Weise ihre Spiele sichern. Außerdem sollen auch Updates weiterhin durch die Spieler erhalten werden können. Jedoch dürfte Microsoft auf Dauer diese Plattform nicht mehr erhalten. So wurden die Spiele Rise of Nations: Extended Edition und Fable Anniversary bisher lediglich auf Steam und nicht auf der hauseigenen Plattform veröffentlicht. Das zeigt, dass Steam offensichtlich die wichtigere Plattform ist.

Microsoft will in den Games on Demand Markt investieren

Ganz aus dem Markt verschwinden will Microsoft aber wohl nicht. Das Unternehmen kündigte an, sich in Zukunft durch Investitionen in diesem Bereich wieder mehr zu engagieren. Konkrete Pläne gibt es bisher allerdings noch nicht. Demnächst soll es jedoch weitere Informationen geben. Die vagen Informationen rund um die Zukunft der Plattform hatte zuletzt dafür gesorgt, dass selbst Microsoft-Studios zur Gaming-Plattform von Valve umgezogen sind. Das betrifft zum Beispiel das von Microsoft gekaufte Studio „Twisted Pixel Games“.