GTA 4 PC im Test: Meilenstein mit Schönheitsfehlern

Dass Grand Theft Auto IV (GTA 4) auch auf dem PC zum Hit werden würde, war lange vor seiner Veröffentlichung klar. Immerhin handelte es sich um den Spielehit des Jahres 2008 auf den NextGen-Konsolen PS3 und Xbox 360. Aber könnte die PC-Version noch mal einen draufsetzen? Wir haben uns dazu einige Tests angesehen.

Um mit Antiheld Niko Bellic durch Liberty City zu streifen, braucht der PC-Gamer zunächst einmal einiges an Geduld. So muss er lange Installationsroutinen über sich ergehen lassen, und sogar Software auf seinen Rechner lassen, die man vielleicht gar nicht will. Bei 4Players spricht man deshalb von einem „nervendem Diva-Habitus“ der GTA 4 PC-Version. Auch unschön: Zumindest in der ersten Auslieferungsversion störten etliche Bugs das Spielvergnügen, und die Grafik lief insbesondere mit ATI-Karten nicht rund, während nVidia-Besitzer mit GTA 4 weniger Probleme hatten.

Die all diese Probleme aber umschifft hat, darf sich auf dem PC auf eine satte Auflösung von maximal 2560 x 1600 Pixeln freuen. Damit werden die Konsolenversionen locker in den Schatten gestellt, ist man sich z.B. bei Computer Bild sicher. Die dargestellte Stadt gebe die perfekte Illusion ab, auch Golem findet die grafischen Leistungen „fantastisch“. Zudem sei die Mischung aus Humor und Zynismus „meisterhaft“ und die Spieltiefe gewaltig.

Lob von allen Seiten erhält der exklusive Video-Editor, mit dem Szenen aufgezeichnet, nachbearbeitet und der Community via „Rockstar Games Social Club“ zugänglich gemacht werden können. Für Möchtegern-Gangster garantiert ein gefundenes Fressen. Und auch der Mehrspielermodus mit bis zu 32 Spielern gleichzeitig sorgte für Begeisterung.

Interessant ist die Anmerkung im Computer Bild-Test, es mache Sinn, sich einen Xbox 360 Controller für den PC zuzulegen, weil GTA 4 darauf optimiert sei. Für viele Tastatur-und-Maus-erfahrene PC-Zocker dürfte dies eine ziemliche Umstellung bedeuten.

Hier noch ein paar Gameplay-Eindrücke von GTA 4 PC: