Das iPad (3. Generation) – Prozessorleistung

Was kann man von der Prozessorleistung des iPads der 3. Generation erwarten? Wie wirkt sich die Grafik samt neuem Retina-Display + LTE auf die Prozessorgeschwindigkeit aus?

Apple hat Anfang März sein neuestes Modell der iPad Familie vorgestellt. Damit liegt das iPad nun in der dritten Generation vor und so stellt sich die Frage, welche Hardware verbaut wird und wie leistungsfähig es in Bezug auf seinen Vorgänger ist.

Apple iPad dritte Generation – Prozessor und Leistung

In das iPad der dritten Generation wurde ein Dual Core Prozessor mit einer Taktfrequenz von 1 GHz gepflanzt und findet im 1 GByte großen Arbeitsspeicher genug Unterstützung. Damit hat Apple den Takt im Vergleich zum Vorgänger, dem Apple iPad 2, nicht erhöht.

Da sich Apple gerne über genaue Leistungsdaten ausschweigt oder diese nur kurz erwähnt, fallen die von Apple genannten Daten recht schlicht aus. Es wurde nur angegeben, dass das iPad 3 von einem Dual Core Prozessor mit 4 Grafikkernen befeuert wird. Gestützt wird der A5X genannte Chipsatz durch einen zum Vorgänger verdoppelten Arbeitsspeicher von 1 Gigabyte. Daher verwendet Apple eine überarbeitete Version des schon im Vorgänger verbauten A5 Chipsatzes.

Retina-Display
Laut Apples Aussagen soll trotz gleicher Taktraten eine Verdopplung der Systemgeschwindigkeit im Vergleich zum iPad 2 bestehen. Da dies kaum auf den überarbeiteten A5X Prozessor zurück zuführen ist, könnte dies nur am Arbeitsspeicher liegen. Dieser ist mit 1 GByte doppelt so groß wie beim iPad 2 und bietet im Weiteren vermutlich höhere Durchsatzraten, was die von Apple beschriebene Leistungssteigerung erklären könnte.
Allerdings benötigen Hintergrundanwendungen und das neue Display, welches viermal höher auflöst als das des iPads 2, auch mehr Arbeitsspeicher. Inwiefern sich dies auf die Geschwindigkeit auswirkt, wurde bereits durch ausgiebige Benchmarks ausgewertet und neutralisiert die Leistungssteigerung in Teilen wieder.

Für multimediale Inhalte in hoher Auflösung sorgen die in den A5X integrierten 4 Grafikkerne, welche zumindest für eine deutlich höhere Grafikperformance im Vergleich zum Vorgänger sorgen sollte. Apple ging in seiner Präsentation sogar soweit, die Grafikleistung des A5x als 4-mal schneller im Vergleich zum Konkurrenzprodukt, dem Tegra 3 von Nvidia, zu bezeichnen. Genaue Benchmarks blieb Apple allerdings schuldig.

Akku
Ungewöhnlich ist die Entscheidung von Apple, trotz gleich bleibender niedriger Taktung, einen stärkeren Akku in das iPad der dritten Generation einzubauen. Dieser ist mit 42 Wh deutlich großzügiger bemessen als der Vorgänger mit 25 Wh. Die Laufzeit wird von Apple allerdings mit jeweils 10 Stunden bei beiden iPad Modellen angegeben. Nach den Fakten zu urteilen, kann dies aber kaum am neuen A5X liegen.
Verdächtig sollte hier nicht der Prozessor sein, sondern eher das deutlich höher auflösende Display und die neue LTE-Unterstützung.