Krieg der Konsolen auf der E3

Vor dem ersten Tag der E3 fanden die Pressekonferenzen von Sony und Microsoft zur nächsten Konsolengeneration statt. Nach den Präsentationen scheint die Xbox One vernichtend geschlagen.

Duell zwischen PS4 und Xbox One

Die E3 steht dieses Jahr definitiv im Zeichen der Konsolenhersteller Microsoft und Sony. Die Enthüllung der PS4 und Xbox One liegt erst einige Wochen zurück und die Stimmung in den Medien und der Gamer-Community war seitdem alles andere als optimistisch gegenüber den neuen Konsolen von Sony und Microsoft. Besonders die Xbox One begegnete sich heftiger Kritik, da Microsoft bei der Enthüllung kaum Exklusivtitel durchblicken ließ, während das Unternehmen Gebühren für gebrauchte oder geliehene Spiele erheben und die Konsole „Always On“ schalten will. Aber auch Sony litt mit der PS4 unter den vagen Aussagen in Bezug auf Preise, Online-Status und Zusatzgebühren. Für beide Hersteller galt es auf der E3 ein klares Statement abzugeben, um sich die Zweifel der skeptischen Spielerschaft für den Verkaufsstart der Konsolen zu beruhigen.

Der Ablauf von Tag Null

Die Pressekonferenz von Microsoft lieferte am ‚nullten‘ Tag der E3 den Einstieg um 12:30 Ortszeit in Los Angeles. Das Unternehmen machte mit der Präsentation der Xbox One eine deutlich bessere Figur, was es die Funktionen als tatsächliche Konsole angeht. Exklusivtitel für die Konsole wie Ryse, Sunset Overdrive, Titanfall, Project Spark und das neue Halo, ebenso wie zahlreiche weitere Spiele gaben einen besseren Einblick, was von der Xbox One zu erwarten ist. Zudem wird eine Umsetzung von Minecraft und die Integration der Videogame-Streaming-Plattform Twitch auf die Xbox One kommen. Sony trat mit der Präsentation zur PS4 um 6 Uhr abends an und lieferte ebenfalls ein starkes Programm. Der Höhepunkt war ganz klar die Enthüllung von Kingdom Hearts 3 und Final Fantasy 15, aber auch andere Exklusivtitel für die PS4 wie The Order:1886 und Killzone 4 machten einen guten Eindruck. Sony präsentierte Indie-Spiele als Schwerpunkt der PS4, kündigte Elder Scrolls Online und Destiny, das neue Spiel des Entwicklerstudios Bungie, für die Konsole an.

Wer hat gewonnen?

Trotz guter Präsentationen von beiden Seiten war der Kampf der Konsolen auf der E3 an einem Punkt ganz klar entschieden: Gegen Ende seiner Pressekonferenz gab Hersteller Sony bekannt, dass die PS4 keine Beschränkung für gebrauchte oder geliehene Spiele enthalten wird und komplett offline funktionsfähig ist, um sie dann für 399 Euro anzukündigen. Der Preis liegt 100 Euro unter der Xbox One und räumt die Restriktionen für die PS4 aus, welche Spieler an der neuen Konsole von Microsoft wütend gemacht hat. Zu diesem Zeitpunkt war im Raum und über das ganze Internet hinweg die Begeisterung und vor allem Erleichterung spürbar. Sony hat die momentane Stimmung perfekt für sich ausgenutzt. Wie und ob sich die Verkaufszahlen der PS4 von der Xbox One gravierend unterscheiden, zeigt sich erst in ein paar Monaten für Sony, doch diese Schlacht im Krieg der Konsolen hat Microsoft verloren.