Playstation Konsolen: PS One, PS2, PS3 und Co im Vergleich

Foto: Sony
Foto: Sony

Playstation – dieser Name steht für viele Spieler weltweit schon fast synonym für Konsolen – der Konkurrenz von Nintendo und Microsoft zum Trotz. Ein Überblick über die Playstation-Modelle und was sie so besonders macht.

Playstation 1 & PS One

1994 begann das Playstation-Zeitalter. Und Nintendo ist nicht ganz unschuldig daran. Jene wollten ursprünglich von Sony ein CD-Laufwerk für das Super Nintendo (SNES) entwickeln lassen, beauftragte aber parallel auch Philips. Das fand Sony nicht lustig, stieg aus und entwickelte selbst die Playstation. Das SNES-CD-System hingegen sollte es nie geben.

Foto: Sony
Foto: Sony

Rund 600 Mark kostete die Playstation seinerzeit, als sie in Deutschland auf den Markt kam. Viel Geld. Dem Siegeszug hat dies dennoch nicht geschadet. Technisch mit einer 34 MHz-CPU, 2 MB RAM und 1 MB Grafikspeicher nicht eben üppig ausgestattet, war es nicht zuletzt die Spielevielfalt, die die Playstation so populär machte. Mehr als 4000 Games erschienen, darunter Serien wie Grand Theft Auto, Tomb Raider, Gran Turismo, Resident Evil und Final Fantasy, die sich noch immer einer riesigen Anhängerschaft erfreuen. Als Medium diente die CD-ROM. Vorteil: Diese war billig zu produzieren, bot aber für damalige Zeiten enorm viel Speicherplatz. Eine Besonderheit der Playstation war übrigens der 1998 eingeführte DualShock-Controller. Dessen Vibrationsfähigkeit ist heute aus Konsolen-Controllern nicht mehr wegzudenken. Allerdings litt die Playstation auch unter Raubkopien – wenngleich diese nur auf die Modchips getunten Playstations liefen. Im Jahr 2000 erschien mit der PS One eine geschrumpfte, technisch aber nicht verbesserte Playstation. Diese sollte jedoch nur ein kurzfristiger Zwischenschritt zur Playstation 2 sein.

Playstation 2 (PS2)

Foto: Sony
Foto: Sony

War die Playstation 1 schon ein unglaublicher Erfolg (bis heute gut 100 Millionen verkaufte Konsolen), so konnte die Playstation 2, kurz PS2, dem noch eins draufsetzen. Bis dato ist die PS2 mit fast 140 Millionen Verkäufen die erfolgreichste Konsole überhaupt. Das mag damit zusammenhängen, dass Nintendo der Konkurrenz in den späten 90ern einen Technologievorsprung ließ, während Sega nicht mehr so recht auf die Beine kam. Vor allem aber war es die Playstation 2 selbst, die große Qualitäten hatte. So brachte sie etwa ein DVD-Laufwerk mit – zu einer Zeit, als beileibe noch nicht jeder einen DVD-Player besaß, ein gutes Kaufargument. Zudem war die Technik mit einem Hauptprozessor mit knapp 300 MHz, 32 MB RAM und 4 MB Grafikspeicher stark genug, um schon recht beeindruckende 3D-Welten und Physikberechnungen abzuliefern. Man spiele nur mal Titel wie Grant Turismo 4 oder Grand Theft Auto: San Andreas, um einen Eindruck zu bekommen.

Dank USB-Anschlüssen war es zudem möglich, Peripherie wie die Eye Toy-Kamera für Bewegungsspiele, Buzzer für Quiz-Spiele oder SingStar-Mikrofone anzuschließen. Letztere sind wohl auch eines der Geheimnisse, warum die PS2 auch nach Einführung des Nachfolgers Playstation 3 noch immer gute Absatzzahlen verzeichnete. Denn die SingStar-Reihe erfreut sich als Partyspiel größter Beliebtheit. Wer hauptsächlich diese Karaokefunktion nutzt und auch hochauflösende Grafik verzichten kann ist auch anno 2009 noch gut mit der mittlerweile für weniger als 100 Euro billigen Playstation 2 bedient.

Playstation 3 (PS3)

Foto: Sony
Foto: Sony

Ende 2006 in Japan und im Frühjahr 2007 auch in Deutschland eingeführt, hatte die Playstation 3 (kurz PS3) lange Zeit vor allem ein Problem. Kostete das erste europäische Modell (mit 60 GB Festplatte) zunächst knapp 600 Euro, pendelte sich eine insbesondere um die Abwärtskompatibilität zur PS2 beschnittene 40 GB-PS3 Mitte 2007 knapp 400 Euro. 2008 kam zum gleichen Preis eine 80 GB-Variante.

Doch erst mit der Einführung der überarbeiteten Playstation Konsole PS3 Slim 2009 konnte man einen richtigen kleinen Hype entfachen. Das 120 GB-Model kostet regulär knapp 300 Euro, außerdem ist eine etwas teurere 250 GB-Variante zunächst in Bundles erhältlich. In Sachen Absatzzahlen konnte die Playstation 3 noch nicht überzeugen. Nicht einmal 30 Millionen Geräte verkauften sich in den ersten drei Jahren, sie gilt als Verlustbringer für Sony. Mit der PS3 Slim, die billiger produziert werden kann und zudem durch ihren Preis deutlich mehr Käufer finden dürfte, wird hier allerdings neuer Schwung erwartet.

Technisch wurde freilich von Anfang an so einiges geboten. Insbesondere durch das verbaute Blu-ray-Laufwerk hob sich die PS3 von der Konkurrenz ab. Lange Zeit galt die Konsole gar als einer der günstigsten Blu-ray-Player am Markt – bis hier der Boom losging und die Preise gen 100 Euro-Marke fielen.

Insgesamt darf die PS3 durchaus als Multimedia-Zentrale bezeichnet werden. Denn mit ihr kann (im Gegensatz zur Xbox 360 kostenlos!) online gegangen werden (zum Surfen wie auch Multiplayer-Zocken), es gibt mittlerweile einen Video-Download-Shop und die virtuelle Welt Home. Durch steigende Festplattenkapazitäten werden auch reine Download-Inhalte zunehmend ein wichtiges Thema. An Peripherie gibt es hier u.a. kabellose Controller serienmäßig, aber auch Wireless-Mikrofone, Tastaturen und Headsets, sowie die Erweiterung Play TV, welche für DVB-T-Empfang sorgt. Alles in allem also fast schon ein Computer-Ersatz statt einer Konsole.

Dass die Playstation 3 mit ihrem 3,2 GHz Cell Prozessor, 256 MB Grafikspeicher und 256 MB RAM zumindest theoretisch der Konkurrenz Xbox 360 überlegen sein sollte, konnte sie in Spielen nur selten beweisen. Plattformübergreifende Games waren bislang i.d.R. fast identisch, was Grafik und Gameplay anging. Playstation-Exklusiv-Titel wie Killzone 2 oder Uncharted 2 deuteten jedoch an, dass große Potenziale womöglich noch gar nicht ausgereizt wurden. Allerdings gilt die PS3 auch für Spieleentwickler als umständlich zu programmieren, was ein Grund sein mag, warum noch Luft nach oben ist.

Playstation 4 (PS4) – Gerüchte

Noch ist die Playstation 3 gar nicht in die Gewinnzone gekommen, da machen schon Gerüchte um einen Nachfolger die Runde. Natürlich ist nichts bestätigt, auch nict der Name PS4 oder technische Daten. So gab es zuletzt beispielsweise Gerüchte, es sei der Einsatz von CPUs mit Power-7-Architektur geplant, die Playstation 4 werde sechs bis acht Kerne haben sowie 24 bis 32 MByte Shared L3 Cache. Leistungsmäßig würde das Zehnfache der PS3 herausspringen und die Architektur sei zudem entwicklerfreundlicher.  Ob eine solche Playstation 4 tatsächlich jemals herauskommt (2012 wurde als PS4-Release-Termin kolportiert), darf man allerdings anzweifeln.

4 Gedanken zu „Playstation Konsolen: PS One, PS2, PS3 und Co im Vergleich“

  1. mit sony playstation konsolen kann man nichts falsch machen, so zumindest meine erfahrung. ich bin auch bei der playstation 1 eingestiegen und seither am ball geblieben. war jedesmal eine deutliche steigerung. ich möcht nur nicht ausrechnen, was ich schon an kohle da rein investiert hab 😉 aber man lebt ja nur einmal. nur die playstation lebt ewig!

  2. ich bin damals nach der super nintendo auf playstation konsolen umgestiegen . hab seither alle modelle mitgemacht (ganz schön geld für playstations ausgegeben, wenn ich mal nachrechne). wurde dabei aber nie enttäuscht. das gute bei playstation konsolen war ja immer, dass es richtig viele geile spiele gab. daran ist ja z.b. sega ende der 90er gescheitert.

  3. sony playstation konsolen sind einfach super. bin seit der playstation 1 dabei und hab alles mitgemacht – wobei die playstation3 erst mit einführung der ps3 slim dazugekommen ist – war mir vorher zu teuer und die ps2 ist ja auch immer noch ein top gerät. vor allem wegen der riesen auswahl an tollen games.

  4. Nur eine Ergänzung: der Dual-Shock, der bei der PS1 erwähnt wurde, war vom Rumle Pak des N64 adaptiert. Es war keine Neuheit, lediglich von der Konkurrenz übernommen…

Kommentare sind geschlossen.