Saboteur Test (PS3, Xbox 360, PC): Farbe ins Spiel bringen

Screen: EA
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Als Saboteur das von der Besatzung im Zweiten Weltkrieg geschundene Paris von den Nazi-Schergen befreien – so das Konzept des Open-World-Spiels von Pandemic. Ob Saboteur auch mit Genregrößen mithalten kann?

Saboteur bringt ein wenig Farbe ins Einerlei der WW2-Ballerspiele. Einerseits durch den eben geschilderten Ansatz, mal nicht eine rein militärisch Sichtweise zu präsentieren. Außerdem durch einen grafischen Kunstgriff: Sind zunächst die besetzten Gebiete im Spiel in trübem Grau gehalten, erstrahlt Paris schrittweise wieder in Farbe, sobald man seiner Missionen erfüllt hat. Dies geschieht in einer Art Grand Theft Auto-Manier, indem man in der Rolle des Iren Sean Devlin durch die Stadt zieht, schleicht, klettert, fährt und natürlich fleißig Sabotage-Akte durchführt. Zur Verfügung stehen neben der großen Hauptstadt auch Orte im Umland, was in der Summe „sehr abwechslungsreich“ ist, wie etwa im Test von Golem festgehalten wird. Der Ablauf ist dabei nicht-linear; neben Haupt- und Nebenmissionen kann man auch einfach frei durch die Stadt turnen und durch Sabotage seine Kriegskasse auffüllen – was allerdings auf Dauer recht monoton abläuft, wie Golem weiter anmerkt.

Weitere Kritikpunkte an Saboteur: Die KI von Gegnern und auch Kumpanen lässt zu wünschen übrig, die Steuerung insbesondere beim Klettern kann schon mal zur Verzweiflung treiben, zudem „wimmelt es“ vor grafischen Fehlern, wie Gameswelt feststellt. Diese Punkte seien für sich genommen nicht tragisch, insgesamt jedoch „nervtötend“. Saboteur sei im Ganzen gesehen zwar spaßig, „niemals aber wirklich konkurrenzfähig“, so die Tester von Eurogamer.

In den zitierten Tests liegen die Noten für Saboteur zwischen 60 und 76%. Uneingeschränktes Lob gibt es also nicht, vielmehr sieht man interessante Potenziale verschenkt.