Watch Dogs: eine harte Nuss für die Grafikkarte

Mit Watch Dogs kommen auch PC-Spieler in den Genuss eines Open World Adventures. Allerdings sind die Anforderungen an die Hardware sehr hoch. Insbesondere die Grafik erfordert einige spezielle Kniffe.

Watch Dogs als Alternative zu GTA

Am 27. Mai 2014 war es endlich so weit: Mit einem guten Jahr Verspätung brachte Ubisoft das Open World Adventure Watch Dogs auf den Markt. Die Erwartungen waren hoch. Könnte Watch Dogs eine ernsthafte Konkurrenz für GTA 5 werden oder dieses sogar noch übertreffen? Dies wäre insbesondere für PC-Spieler eine gute Alternative, denn GTA 5 ist bis heute nicht als PC-Version erhältlich. Bei Watch Dogs schlüpft der Spieler in die Rolle des Hackers Aiden Pearce.

Mit seinen Fähigkeiten verschafft er sich Zugang zu privaten Daten oder schaltet Ampeln und Stromsysteme aus. Tester vergleichen Watch Dogs mit imposanten Action-Filmen, loben die detaillierte Grafik und die gute Vertonung. Schwächen sehen sie allerdings in der linearen Erzählweise der Story, die dem Spieler keine Auswahlmöglichkeiten gibt. Auch lasse die Zeichnung der Charaktere oftmals Fragen offen und eine Identifizierung mit der Hauptfigur sei nicht möglich. Dennoch wird es insgesamt als eines der besten Open World Actionspiele beschrieben, die zur Zeit auf dem Markt sind.

Beeindruckende Effekte reizen den PC aus

Insbesondere die Grafik wird hoch gelobt. Lichteffekte, Regen und Wasser sind glaubwürdig gestaltet. Selbst der Lerdermantel des Protagonisten verfärbt sich im prasselnden Regen durch die Nässe. In den Gesichtern der Figuren sind Details bis hin zu einzelnen Poren zu erkennen. Allerdings erfordert dieser Detailreichtum in einer schier unendlich wirkenden virtuellen Welt auch höchste Anforderungen an die Grafik. So meldeten Spieler schon früh Performance-Probleme selbst auf High-End-PCs. Ubisoft empfiehlt einen Intel Core i7, als Grafikkarte die GeForce 780 und dazu 8 GB RAM. Das sind Anforderungen, die auf den meisten Durchschnitts-PCs kaum vorhanden sein dürften.

Tipps von Nvidia

Zeitgleich mit dem Erscheinen von Watch Dogs gab Nvidia einen Tweaking Guide für GeForce-Grafikkarten heraus. Über die Grafikeinstellungen im Spielmenü von Watch Dogs hinaus gibt es noch mehr Einstellungsmöglichkeiten über die xml-Datei. Die Datei GamerProfile.xml befindet sich im Benutzerverzeichnis unter Documents\MyGames\Watch_Dogs. Diverse Grafikeffekte lassen sich hier individuell regeln. Zudem empfiehlt Nvidia die Installation des neuesten Treibers GeForce 337.88 WHQL. Dieser bringt nicht nur eine Verbesserung der Performance, sondert auch schneller Ladezeiten. Um den Benutzern der verschiedenen Grafikkarten einen Überblick zu geben, hat Nvidia zudem eine Tabelle veröffentlicht, die die jeweils optimalen Einstellungen der jeweiligen Grafikkarte darstellt. So soll es auch mit Grafikkarten unterhalb der GTX 770 möglich sein, Watch Dogs ohne große Einbußen beim Spielerlebnis zu spielen, indem man verschiedene Grafikeffekte verringert. Weiter können Effekte wie Depth of Shield und Shader minimiert werden und letzten Endes die Details von Schatten, Reflektionen und Wasser heruntergeschraubt werden.

Ein zusätzliches Problem stellt der Kopierschutz dar. Die Online-Aktivierung über den Dienst Uplay funktionierte bei vielen Usern nicht. Ubisoft arbeitet daran und bittet um Verständnis.