Wolfenstein Test (PC, Xbox 360, PS3): Der Shooter-Klassiker kehrt zurück

Screen: ID Software
Screen: ID Software

Was es mit Wolfenstein auf sich hat, muss man wohl kaum einem Fan von Ego Shootern mehr erklären. Einst begründete das (für heutige Verhältnisse niedliche und pixelige) Spiel praktisch allein den 3D-Action-Hype auf dem PC, und das Anfang der 90er. Nachfolger wurden gerne und regelmäßig wegen der blutrünstigen Nazi-Thematik aus dem Verkehr gezogen. Nicht aber so das neue Wolfenstein. Erste Tests zeigen, dass trotz des Verzichts auf allzu realistische Gewalt der Spielspaß nicht flöten geht.

Natürlich wurde Wolfenstein, das parallel für Xbox 360, PS3 und PC erscheint, hierzulande ordentlich beschnitten. Nazi-Symbolik und exzessiven Blutrausch findet man nicht. Dafür wieder die altbekannte Vermischung von Zweitem Weltkrieg und Fantasy-Elementen in der Story. Erneut muss Elite-Soldat B.J. Blazkowicz die Welt retten. Denn die Nazis (und ihre Zombi-Schergen) haben mit der Schwarzen Sonne eine unheimliche Energiequelle entdeckt, die ihnen doch noch zum Sieg verhelfen könnte.

Das gilt es in relativ klassischer Shooter-Manier zu verhindern. Neben geradliniger Ballerei kann man sich per Thule-Artefakt in eine Parallelwelt „beamen“, was neue Spielelemente ermöglicht: Zeitlupe, Waffenverbesserung oder Schutz durch ein Energiefeld bieten Abwechslung und sind laut PC Games auch erfreulich „flüssig“ in den Verlauf eingebunden.

Flüssig stellt sich auch die Grafik dar. Was aber auch kein Wunder sein dürfte, handelt es sich doch um die Technik, die schon in Doom 3 zum Einsatz kam (id Tech 4-Engine). Dies sei aber laut PC Games kein großes Problem, denn auch wenn es hin und wieder an Details fehle, sei die Atmosphäre und Action drum herum einfach überaus gelungen.

Zur Atmosphäre trägt auch der Sound bei, den man z.B. bei Gamingtrend als eines der Highlights von Wolfenstein beschreibt. Hier lobt man im Test auch den Multiplayermodus als „grundsolide“ und mit gut designten Levels ausgestattet.

Scheint also so, als könne das neue Wolfenstein an seine Vorgänger anknüpfen, und das ohne Indizierung, wenn auch erst ab 18. Große Innovationen darf man allerdings nicht erwarten, dafür ist das Spiel laut Eurogamer irgendwie doch zu „altbacken“.