WoW: Wrath of the Lich King Test: Mehr als nur ein Add-On?

World of Warcraft hat mit Wrath of the Lich King (WotLK) endlich eine zweite Erweiterung erfahren. Immerhin fast zwei Jahre hat es nach dem ersten Add-On Burning Crusade gedauert, bis das beliebteste MMORPG der Welt erneut aufgestockt wurde. Ob das Warten sich gelohnt hat? Wir haben ein paar Tests verglichen.

Im Prinzip hat scheint man sich fast überall einig zu sein: Entwickler Blizzard hat ganze Arbeit geleistet. Die Jagd auf den Lich König erweitert WoW immerhin um einen komplett neuen Kontinent. Neben den sich aus der Story ergebenden Aufgaben wurde aber auch rundherum einigen getan. Die Charaktere können jetzt bis auf Stufe 80 gebracht werden, die neue Heldenklasse „Todesritter“ ist verfügbar, der Beruf „Inschriftenkunde“ kann erlernt werden, neue Fähigkeiten und Zauber natürlich auch, und auch unzählige bislang ungekannte Items sind zu finden.

Bei 4Players ist man im Test sicher, WotLK biete eine deutlich umfangreichere Erweiterung als seinerzeit Burning Crusade. Begeistert zeigt man sich hier insbesondere von der „liebevoll gestalteten Spielwelt“, aber auch Neuerungen wie den steuerbaren Fahrzeugen. Viele kleine Detailverbesserungen ließen eine Wertung von 91% („ausgezeichnet“) herausspringen.

Bei Eurogamer hebt man u.a. die sogenannten „Phasing Zones“ als „große Stärke“ des Add-Ons hervor, sich dynamisch (je nach Aktionen des Spieler) verändernde Gebiete, die sich aber eben nur für ihn, nicht ie anderen Millionen Mitspieler auf der Welt ändern. Dadurch entstehe eine größere Spieltiefe, so die Tester. Insgesamt hält man WotLK für eine „vorbildlich“ umgesetzte „Verjüngungskur“ für World of Warcraft.

Ein bisschen kritischer sah man es im Test von KGN: Zwar seien die Quests so vielseitig wie in keinem anderen MMORPG, auch an der technischen Umsetzung fand man (bis auf den Ressourcenhunger des Spiels) wenig zu meckern, dennoch habe man irgendwie den Verdacht „Altbewährtes neu aufgetischt zu bekommen“ und vermisst noch stärkere Veränderungen.

Den beinharten Fans dürfte dies wohl egal sein, die Verkaufszahlen sprechen schon eine deutliche Sprache: Bereits am ersten Tag gingen 2,8 Millionen Exemplare von WotLK über die Ladentische – 400.000 mehr als seinerzeit bei Burning Crusade.

Übrigens, wer es noch nicht wusste: Auch Altrocker Ozzy Osbourne hat offenbar ein Faible für WoW: